Es ist nicht nur das gewandelte Selbstverständnis des Staates und seiner Einrichtungen, insbesondere der Staatsverwaltung, sondern gerade auch die zunehmend angespannte Haushaltslage der öffentlichen Hand, die zu einem Nachdenken über alternative Möglichkeiten der Streitbeillegung zwingt. Gerade die Justiz steht hier vor der großen Aufgabe, ihr eigenes Selbstverständnis kritisch zu hinterfragen. Die klar erkennbare Entwicklungstendenz bewegt sich weg vom Bild des „Untertans“ zum mündigen und kritischen Bürger, dem durchaus die Fähigkeit zuzuschreiben ist, seine Geschicke - gerade auch in rechtlichen Angelegenheiten - selbst lenken zu können. Den Möglichkeiten, sich eine solche Fähigkeit der Bürger in Form eines alternativen Streitbeilegungsverfahrens nutzbar zu machen, will diese Arbeit nachgehen, wobei der Schwerpunkt der Darstellung auf dem Bereich des öffentlichen Rechts liegen soll. Das Verfahren der Mediation - sei es nun eine gerichtliche oder außer-gerichtliche Mediation - stellt ein solches alternatives Streitbeilegungsverfahren dar, das im wesentlichen auf dem Gedanken der Kooperation fußt. Ein Anliegen dieser Arbeit ist es auch, einige Grundlagen der Mediation einführend darzustellen.
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Referat "Implementation der Mediation in den öffentlichen Bereich" [154 KB]